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Ernährung und Karies

Weil der Mensch das Süsse liebt ist mit Verboten oder dem Mahnfinger keine Verhaltensänderung zu erreichen. Und auf Zucker muss auch nicht total verzichtet werden - denn nicht der Zucker allein ist für die Karies verantwortlich. Entscheidend für die Entstehung von Karies ist, wie oft und wie lange die Zähne von Säure in der Plaque angegriffen werden. Diese Säuren, die den Zahnschmelz entkalken (entmineralisieren), werden von den Plaquebakterien aus Zucker hergestellt.

Anhand einer pH-Tageskurve kann das Risiko des individuellen Ernährungsverhaltens dargestellt werden.

 

Bewegt sich der pH-Wert im roten Bereich heisst das "achtung schädliche Säuren". Liegt die Säurekonzentration, durch den Abbau von Zucker durch die Plaquebakterien, unter dem Grenzwert von pH 5.7, wird der Zahnschmelz entkalkt. Wiederholt sich der Säureangriff auf die Zähne täglich mehrmals und in kurzen Abständen, ausgelöst durch zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten und Getränke, kann die natürliche Remineralisation durch den Speichel nicht mehr stattfinden.

 

Plaquebakterien + Zucker -> Säure + Zeit (Häufigkeit) = Karies

 

Wer also zwischen den Mahlzeiten häufig zuckerhaltige Snacks und Getränke zu sich nimmt, erhöht sein eigenes Kariesrisiko. Vor allem dann, wenn nach diesen Nascherein die Zähne nicht geputzt werden.

 

Somit gilt, Zucker idealerweise auf ein Dessert am Tag konzentrieren, danach die Zähne putzen. Für Zwischenmahlzeiten stehen genügend feine und schmackhafte Lebensmittel zur Verfügung, die für die Zähne unbedenklich sind, wie z.B.: Rohes Gemüse, frisches Obst (Banane wenig geeignet), Vollkornbrot, Käse, Nüsse, Milch, ungesüsste Mineralwasser, ungesüsste Tees.

 

Vorsicht mit dem Wort „Zuckerfrei"

Es gibt viele Ess- und Trinkwaren, die mit zuckerfrei angepriesen werden. Zuckerfrei bedeutet in diesen Fällen meistens Saccharosefrei (= frei von weissem Zucker). Jedoch kann diesen Lebensmitteln eine andere vergärbare Kohlenhydratart beigemischt sein, die wiederum die Zähne durch bakteriellbedingte Säureentwicklung (pH unter 5.7) entkalken kann. Ausserdem kann der Anteil an Lebensmittelsäuren so hoch sein, dass diese den Zahn direkt entkalkt (erosives Potenzial).

 

"Zuckerfrei" kann kariogen und auch erosiv sein und ist nicht automatisch zahnfreundlich. Nur die mit dem Zahnmännchen ausgezeichneten Lebensmittel sind garantiert zahnfreundlich.

 

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